Neiman Marcus ist längst mehr als nur ein Kaufhaus. Die 1907 in Dallas, Texas, gegründete Kette eroberte sich vom ersten Tag an eine Nische, indem sie ungewöhnliche Waren auf Lager hatte. Während die Marke ein Synonym für opulenten Reichtum und extravagante Geschenke ist, bietet sie auch ein Standardsortiment für Käufer mit mittlerem Einkommen. Diese Dualität verhalf dem Unternehmen zu einer Einzelhandelslegende.
Der Stanley-Marcus-Effekt
Ein Großteil dieses Rufs ist auf die von Stanley Marcus entwickelten Sonderaktionen und Dienstleistungen zurückzuführen. Er machte das Unternehmen zu einer Meisterklasse im High-End-Einzelhandel. Der Hochglanz-Weihnachtskatalog wurde durch aufsehenerregende Präsentationen berühmt. Es gab bizarre, exotische und einzigartige Geschenkkreationen, die nur wenige andere Einzelhändler anzubieten wagten. Diese Strategie festigte die Identität des Unternehmens als „das Geschäft, in dem man alles bekommen kann“.
Eigentum und Expansion
Das Unternehmen eröffnete seine erste Filiale im Jahr 1951. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts betrieb das Unternehmen mehr als 30 Geschäfte in den Vereinigten Staaten. Eigentümerwechsel prägten die Entwicklung maßgeblich. Broadway-Hale Stores, Inc. erwarb Neiman Marcus im Jahr 1969. Später erlangte Harcourt General 1987 die Mehrheitsbeteiligung an der Neiman Marcus Group. Zu dieser Gruppe gehörten Neiman Marcus und der Einzelhändler Bergdorf Goodman.
Katalogdominanz
Eine bedeutende Erweiterung erfolgte 1988, als das Unternehmen die Horchow-Sammlung erwarb. Dieses Luxuskatalogunternehmen stärkte das Versandhandelsgeschäft von Neiman Marcus. Die Gruppe blieb von 1999 bis 2005 börsennotiert. Ihre Geschichte spiegelt eine sorgfältige Balance zwischen exklusivem Luxus und zugänglicher Mode wider. Der Katalog bleibt ein bedeutendes Stück Einzelhandelsgeschichte.


















